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Die Frauensteiner Tabalugas brauchen dringend Hilfe

Tabaluga IIBereits 2005 gründete sich die Kinderfeuerwehr Tabalugas bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Frauenstein. Das Management von Peter Maffey erteilte die Genehmigung für den Namen dieser Kindergruppe. Die Grafiker versahen den kleinen grünen Märchendrachen sogar noch mit Feuerwehrhelm, Schlauch und Strahlrohr. Zum damaligen Zeitpunkt war die Personalstärke mit drei Betreuerinnen noch sehr komfortabel. Der Zuspruch war enorm und die Fluktuation sehr gering. Es musste sogar mit einer Warteliste gearbeitet werden. Leider hat sich die Situation der Betreuerinnen in diesem Jahr weiter erheblich verschlechtert. Aus persönlichen Gründen kann die derzeitige Leiterin der Kinderfeuerwehr die Gruppe ab September 2011 nicht mehr betreuen. Ihre Stellvertreterin ist dann alleine auf die zwischenzeitlich eingeführte Mithilfe von Eltern angewiesen. Dies ist aus verschiedenen Gründen jedoch nicht immer garantiert und somit das Risiko für eine einzelne Person einfach zu hoch. Aus versicherungstechnischen Gründen und wegen des Zuganges zum Feuerwehrhaus in Frauenstein ist eine Leitung der Kindergruppe mit fester Stellvertretung zwingend notwendig. Mit großer Betroffenheit und blutenden Herzen hat der Frauensteiner Feuerwehrausschuss beschlossen, dass die Kindergruppe zum 30. September 2011 aufgelöst wird, wenn sich in Frauenstein oder im Umkreis keine weiteren Betreuungspersonen finden, die fest im Team der Tabalugas mitarbeiten können. Wehrführer Udo Stieglitz bedauert die Situation sehr und betont wie sehr die Tabalugas die Jugendfeuerwehr verstärkt haben. Sollte die Kinderfeuerwehr wegfallen, müssen alle interessierten Kinder wieder bis zum Eintrittsalter von 10 Jahren für die Jugendfeuerwehr warten. Bei der heutigen Interessenlage der Freizeitgestaltung ist der Weg zur Feuerwehr meist schon verbaut, da andere Vereine viel niedrigere Eintrittsalter zulassen. Die Tabalugas treffen sich montags von 17 bis 19 Uhr. Sollten Sie Interesse an der Arbeit mit Kindern zwischen sechs und neun Jahren haben, melden Sie sich dringend bei Udo Stieglitz unter udo.stieglitz@FF-frauenstein.de oder Telefon 0611 426417.

Wichtig ist, dass Sie Spaß an der Arbeit mit Kindern haben – Feuerwehrwissen ist nur Nebensache!


Brandheiser Oktober in Frauenstein

Schon traditionell ballen sich die Ereignisse bei der Feuerwehr Frauenstein im Herbst. Den Anfang machte die Jugendfeuerwehr mit ihrem 24 Stunden Berufsfeuerwehrtag. Am dritten Oktoberwochenende trafen sich die Jugendlichen um 8:00 Uhr zum „Dienstantritt“. Die Jugendwarte Norman Herborn und Alexander Röther erklärten den Tagesablauf, die Aufgabenverteilung und verteilten die 13 Jugendlichen auf die Fahrzeuge. Am Anfang wurde die Technik überprüft, die Fahrzeuge und die Fahrzeughalle gereinigt und das Nachtlager im ersten Stock des Feuerwehrhauses eingerichtet. Nach einem gemeinschaftlichen Frühstück konnte der aufgabenreiche Dienst beginnen. Zahlreiche „Einsätze“ wurden von den Jugendlichen abgearbeitet. Realistisch wie die Profis der Berufsfeuerwehr wurden sie über den Haus Gong alarmiert. Schnell in die Fahrzeughalle und die Uniform anziehen und das zugeteilte Fahrzeug besetzen. Dann geht es los. Die Leitstelle Frauenstein im Büro des Ortsrichters gibt über Funk den Einsatzauftrag. Galt es doch kleinere Unratfeuer zu löschen, Personen aus Schächten zu bergen, Ölspuren zu beseitigen, vermisste Personen zu suchen und ganz exotisch eine echte entlaufene Kornnatter zu fangen. Das Highlight war natürlich wie immer der „Großbrand“ einer Gartenhütte aus Paletten und Altholz zu löschen. Ein fünfköpfiges Vorbereitungsteam der Einsatzabteilung hatte alle Aufgaben bereits seit vielen Tagen mit viel Liebe zum Detail vorbereitet. Gemeinsame Mahlzeiten und das gemeinsame Nachtlager sowie die Zusammenarbeit der Jugendlichen sorgten für eine super Stimmung und einen erstklassigen Zusammenhalt bei den jungen Nachwuchskräften. Allen hatte dieser 24 Stunden Dienst große Freude bereitet und war eine echte Belohnung für die Frauensteiner Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr dem Betreuerteam durch gute Leistungen und viel Engagement aufgefallen sind .
Eine Woche später zeigte die Einsatzabteilung bei der Herbstabschlussübung ihr ganzes Können. Angenommen wurde eine Verpuffung mit Folgebrand auf dem Turm der Burg Frauenstein. Vermisst wurden 4 Personen im Turm und der Brand musste bekämpft werden. Trupps unter schwerem Atemschutz eilten die vielen Treppen der Burg empor und begannen sofort mit der Menschenrettung. Dr. Bochen vom Vorstand des Burgverein Frauenstein verfolgte in Vertretung des Burgherren Adolf Lupp das Geschehen und bestaunte die Professionalität der freiwilligen Feuerwehr. Schnell hatten die eingesetzten Trupps auch noch 3 Propangasflaschen aus dem Turm geborgen und fast 100 kg Natriumhydroxid in Kunststoffbehältern aus dem Gefahrenbereich gebracht. Kurz darauf dann das Kommando „Feuer aus“. Die Übungsleiter Jugendwart Norman Herborn und Wehrführer Udo Stieglitz zeigten sich während der Nachbesprechung sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung. Kleinere Fehler und verbesserungswürdige Taktiken wurden angesprochen.
Doch nicht genug der Arbeit an diesem Tag mit dem Chronisten und Heimatforscher Harald Strauß machten sich fünf Kameraden auf den Weg nach Bierstadt, um einen historischen Guss Herd für das geplante Heimatmuseum von Herrn Strauß nach Frauenstein zu transportieren. Währenddessen höhlte der Rest der Kameraden die Kürbisse für das Halloweenfest der Bambini Gruppe Tabalugas am darauffolgenden Sonntag aus.
Auch in diesem Jahr hatten sich die Betreuerinnen Kathrin Herborn und Janine Gänßler wieder ein abwechslungsreiches Programm für die zahlreich erschienenen Kinder ausgedacht. Die kleinen Gespenster, Vampire, Piraten, und viele Hexen vergnügten sich lautstark beim Geisterkegeln, steckten ihre Hände mutig in Gruselkisten um Gegenstände zu ertasten und lieferten sich kleine Wettkämpfe beim Dreibeinrennen sowie beim Kartoffellauf. Ein Highlight war wieder einmal das Kürbisschnitzen. Auch in diesem Jahr stiftete die Kürbisse der aktive Feuerwehrmann Dennis Burkhardt aus Frauenstein. Unter Aufsicht der Eltern wurden dann von den Kindern die Gruselgesichter geschnitzt. Nach dreistündiger Action mit sehr kurzweiligem Programm erhielten die drei Kinder mit den schönsten Halloweenkostümen noch einen Gutschein für das Rofu Kinderland. Die Frauensteiner Tabalugas arbeiten seit Ihrer Gründung 2005 sehr erfolgreich in der Nachwuchsarbeit für die Frauensteiner Feuerwehr. Der sehr interessante und abwechslungsreiche Aktionsplan ist ein attraktives Freizeitangebot für Frauensteiner Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren.


Maifest 2010 unter dem Motto 30 Jahre Jugendfeuerwehr

Beim Aufbau war die Stimmung noch leicht gedrückt. Auf das Wetter war in diesem Jahr kein Verlass. „Schließlich ist es unsere einzige Veranstaltung im Jahr, bei der wir unsere finanziellen Mittel für die Vereinsarbeit erwirtschaften“. Betont Udo Stieglitz, der 1.Vorsitzende und Wehrführer aus Frauenstein. Als bereits kurz nach Festbeginn die erste Feuerwehrabordnung aus Kastell eingelaufen ist war klar, „Auf die Feuerwehr ist Verlass“. Beeindruckt haben die Frauensteiner Floriansjünger wieder mit ihrem starken Helferteam, welches die vielen Aufgaben einer solchen Veranstaltung problemlos bewältigte. Die rote Jubiläumskleidung zeigte deutlich, wie stark das Engagement der Vereinsmitglieder ist. Auch in diesem Jahr wurde die Vormittagsschicht hauptsächlich durch die passiven Mitglieder bewältigt. Punkt 16 Uhr übernahm dann die Einsatzabteilung das Zepter und der Service ging reibungslos weiter. Mitglied Manfred Lommatzsch stimmte jede Schicht mit Signalen aus seinem Jagdhorn ein. Für ein schönes Rahmenprogramm mit unserer Feuerwehr Modenschau in einer aktuellen und überarbeiteten Version sorgte zu ihrem 30 jährigen Jubiläum unsere Jugendfeuerwehr. Alle in Wiesbaden verfügbaren Einsatzanzüge und unsere vereinseigene Imagekleidung wurden von den Jugendlichen peppig vorgeführt. Der Spaß der Zuschauer und deren Applaus haben gezeigt, wie gut dieser Beitrag angekommen ist. Die Jugendlichen führten deshalb die Modenschau mehrfach auf. Auch in diesem Jahr sollte das traditionelle Stapeln der Getränkekisten nicht fehlen. Die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Norman Herborn und Alexander Röther sorgte auch hier für einen reibungslosen Ablauf. Der diesjährige Rekord lag bei 24 Getränkekisten, bis der Turm zusammenbrach. „Hier sprechen wir von einer Höhe von annähernd 10 Metern, was den Mut unserer jungen Gäste betont“, berichtet Jugendwart Norman Herborn. Alle Hände voll zu tun hatte wieder das Betreuerteam der Frauensteiner Kinderfeuerwehr Tabalugas um die Leiterin Kathrin Herborn. Sie haben sich im Saal des Gerätehauses um die kleinsten Besucher gekümmert und so manches Fabelwesen beim Kinderschminken ins Leben gerufen. Udo Stieglitz bedankt sich besonders bei der Fa. Gerüstbau Helmut Burkhardt, dem Partyservice Wolf, der Bäckerei Huhn, dem Weingut Markus Schneider und dem Team der Fa. Getränke Schneider. „Ohne die Unterstützung der vorgenannten Personen wäre ein solcher Erfolg nicht möglich“. (Zitat Stieglitz). Ein besonderes Dankeschön an die Amtsleitung der Berufsfeuerwehr Wiesbaden für die diesjährige Unterstützung. Ein Kranfahrzeug und spezielles Material für die Absturzsicherung sorgten für den ungetrübten Spaß beim Kistenstapeln. Die Spezialanzüge für die Modenschau der Jugendfeuerwehr wurden ebenfalls von den Löschprofis bereitgestellt.
In diesem Jahr war hauptsächlich der Zuspruch zahlreicher Feuerwehren aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis für den Erfolg des Maifestes verantwortlich. Auch eine 20-köpfige Abordnung der Wanderfreunde aus Kiedrich war extra nach Frauenstein zur Feuerwehr gewandert. Leider war die Beteiligung der Frauensteiner Bevölkerung und der Ortsvereine in diesem Jahr, wohl bedingt durch die Witterung, eher bescheiden. „An unserem Engagement für Frauenstein kann es nicht gelegen haben“ betont Wehrführer Stieglitz. Die prominentesten Besucher waren der Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, der leitende Branddirektor Harald Hagen mit Gattin, der Stadtbrandinspektor Gerhard Beil, sein Stellvertreter Herbert Kurzhals, Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Wiesbaden und nicht zu vergessen natürlich Ortsvorsteher Adolf Lupp.


 

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